Kurzzeitkennzeichen Unterlagen – alles im Blick

Wenn Sie wissen möchten, welche Kurzzeitkennzeichen Unterlagen Sie für die Zulassung benötigen, sind Sie hier genau richtig. Wir nennen Ihnen die nötigen Dokumente - sowohl für Privatpersonen, die ein Kurzzeitkennzeichen zulassen wollen, als auch für Unternehmen oder Vereine.

Bitte beachten Sie, dass sich die mitzubringenden Kurzzeitkennzeichen Unterlagen seit April 2015 signifikant verändert haben. Im Nachfolgenden finden Sie aktuelle Informationen.

Diese Kurzzeitkennzeichen Unterlagen müssen Privatpersonen mitbringen

Akten übereinander gestapelt.Als Privatperson ist die Zulassung von Kurzzeitkennzeichen nahezu identisch mit dem Pendant der gewöhnlichen Kfz-Zulassung. Das heißt, zuallererst müssen die Fahrzeugpapiere ins Gepäck. Dabei handelt es sich um die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) sowie die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief). Da das Fahrzeug heutzutage einen gültigen TÜV benötigt*, darf ein entsprechender Nachweis über die bestandene HU (Hauptuntersuchung) bei den Kurzzeitkennzeichen Unterlagen nicht fehlen. Ebenfalls muss eine Bestätigung über die Abmeldung erfolgen, sofern diese nicht im Zuge der Kurzzeitkennzeichen Zulassung sowieso durchgeführt wird.

Personalausweis oder Reisepass & die Versicherung

Nebst den Dokumenten zum Fahrzeug werden ein Identitätsnachweis sowie eine Versicherung gefordert. Letztere kann in Form einer Kurzzeitkennzeichen eVB genannt oder eingereicht werden - ein offizielles Dokument oder ähnliches ist nicht erforderlich. Der oder die SachbearbeiterIn rufen mithilfe des eVB-Codes die Daten der Versicherung auf den Servern des GdV ab und können damit verifizieren, dass die Haftpflicht Gültigkeit besitzt.

Um Ihre Identität nachzuweisen können Sie einen gültigen Personalausweis oder einen Reisepass verwenden. Diese Dokumente sind auch in vorläufiger Form in den Kurzzeitkennzeichen Unterlagen gültig. 

*Sollten Sie ein Fahrzeug ohne TÜV zulassen wollen, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf diese Seite: Kurzzeitkennzeichen ohne TÜV

Gelbes Symbol eines Menschen vor einem Auto.

Unterlagen zu Ihrer Person

  • Personalausweis / vorläufiger Personalausweis oder
  • Reisepass / Vorläufiger Reisepass (mit Meldebescheinigung)
  • Gültige Haftpflichtversicherung (eVB Nummer)

Auto als Symbol mit gelben Spiegeln und Reifen.

Unterlagen zum Fahrzeug

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein, unter Umständen als Kopie erlaubt)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief, unter Umständen als Kopie erlaubt)
  • Nachweis über gültigen TÜV, sofern das nicht aus der aktuellen Zulassung hervorgeht.
  • Abmeldebescheinigung, sofern das Fahrzeug nicht direkt mit abgemeldet wird.

Gabelstapler entnimmt etwas aus einem hohen Regal.Unterlagen für Selbständige oder Unternehmen

Soll das Fahrzeug im Namen einer Firma oder einer Selbständigkeit überführt, zur Probe gefahren oder getestet werden, so werden zum einen die oben genannten Kurzzeitkennzeichen Unterlagen benötigt. Das heißt, die Fahrzeugpapiere, ein Nachweis über die Hauptuntersuchung und die Versicherung, eine Abmeldebescheinigung sowie ein Personalausweis respektive Reisepass. Desweiteren wird ein Gewerbeschein verlangt, über den der Nachweis des Gewerbes erbracht wird. Alternativ kann ein Handelsregisterauszug vorgelegt werden.

Reicht der Fahrzeugschein als Kopie in den Kurzzeitkennzeichen Unterlagen aus?

Kopierer zur Versinnbildlichung ob Kurzzeitkennzeichen Unterlagen auch in Kopie erlaubt sind.Diese Frage ist nicht abschließend geklärt beziehungsweise nicht in jedem Falle sicher zu beantworten. Fakt ist, dass das Mitbringen des Originals in einigen Fällen schwierig werden kann. Möchten Sie die Kurzzeitkennzeichen beispielsweise für eine Probefahrt mitbringen, haben das Auto aber noch nicht gekauft, wird Ihnen der aktuelle Fahrzeughalter mitnichten den echten Fahrzeugbrief aushändigen. In diesem Falle müssen Sie theoretisch mit einer Kopie leben. Ob diese Kopie jedoch angenommen wird, hängt klar von der Zulassungsstelle ab.

Wir empfehlen deshalb: Bevor die Zulassung mit einem kopierten Fahrzeugbrief in den Kurzzeitkennzeichen Unterlagen stattfindet, einfach bei der zuständigen Zulassungsstelle anrufen. Sicher können Ihnen die Mitarbeiter dort sagen, ob Kopien angenommen werden oder ob der aktuelle Fahrzeughalter womöglich persönlich vorstellig werden muss.

Unterlagen vor der Umstellung 2015

Bevor die Umstellung der Zulassungsverordnung im April 2015 geändert wurde, waren die für die Kurzzeitkennzeichen mitzubringenden Unterlagen deutlich überschaubarer. Mit der alten Regelung benötigte man lediglich einen Identitätsnachweis sowie die eVB-Nummer. Dazu erhielt man einen roten Fahrzeugschein, der nur die persönlichen Daten enthielt. Wollte man ein Auto zulassen, konnte man den Fahrzeugschein selbst ausfüllen und unterschreiben - fertig war die Zulassung.

Die Schattenseite dieser einfachen Gestaltung war die Tatsache, dass das Prinzip Betrügern Tür und Tor öffnete. Denn wer den roten Fahrzeugschein in seinen Kurzzeitkennzeichen Unterlagen nicht ausgefüllt mitführte, musste lediglich ein geringes Bußgeld zahlen und die Daten nachtragen. Das heißt: Es war mit geringem Risiko möglich, mehrere Fahrzeuge mit ein und denselben Kennzeichen zu fahren. Ohne dass es nennenswerte Strafen dafür gegeben hätte.

Zum Leidwesen aller ehrlichen Straßenverkehrsteilnehmer wurden die Zügel für das Kurzzeitkennzeichen deshalb enger gezogen. Wer heute überführen oder Probe fahren möchte, muss deutlich mehr Kurzzeitkennzeichen Unterlagen mitbringen.